2

Interview-Serie: Erfolgreiche (Online) Marketer, Unternehmer und Persönlichkeiten – Robert Nabenhauer

Nachdem wir das letzte Mal Alexander Boos im Interview hatten – hier nachlesen – freue ich mich Ihnen ein weiteres mit Robert Nabenhauer zu präsentieren.

Viel Spaß dabei.

Interview mit Robert Nabenhauer

Erzählen Sie einige Worte über sich und Ihre Karriere

Ich bin Robert Nabenhauer, Geschäftsführer der Nabenhauer Consulting, einer Unternehmensberatung. Ich habe durch meine langjährige Tätigkeit im Vertrieb das PreSales Marketing System entwickelt und gebe diese Form der automatisierten Vertriebsanbahnung mit meiner Unternehmensberatung nun an andere Unternehmen weiter. Wichtig ist mir dabei, dass die oft ineffektiv arbeitenden Marketing- und Vertriebsschienen ersetzt werden durch ein System, das wirklich funktioniert!

Zunächst habe ich als Vertriebler ganz genauso wie alle anderen in meiner Branche gearbeitet. Dann kam ich allerdings an den Punkt, dass ich nicht noch mehr arbeiten konnte – denn auch mein Tag hatte nur 24 Stunden. Mein Ziel, 30 Prozent mehr Umsatz zu schaffen, schien als an meiner begrenzten Kapazität zu scheitern. Ich hätte natürlich weiteres, hochqualifiziertes Personal einstellen können – das hätte meinen geplanten Umsatz aber durch die begleitenden Kosten wieder geschmälert.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den ganzen Vertriebsprozess effizienter zu gestalten habe ich mich mit Vertriebsprozessen und Kaufverhalten im digitalen Zeitalter auseinander gesetzt und voilà: das PreSales Marketing System war geboren. Mittlerweile gebe ich meine Erfahrungen sowohl in Coachings weiter als auch in meinen Publikationen, Hörbüchern und zahlreichen Anleitungen rund um das Thema XING und PreSales Marketing.

Wie sind Sie auf das Internetmarketing gekommen und die Idee eigene Videokurse zu produzieren?

Die klassischen Marketingwege sind recht langwierig und lassen sich nur mit größerem Aufwand an neue Gegebenheiten, Produkte, Kundenwünsche anpassen. Mit dem Internet und dem gewandelten Kommunikationsverhalten hat sich das massiv gewandelt, deswegen war der Weg in Richtung Internetmarketing für mich die logische Konsequenz. Wobei ich noch anmerken möchte: Einige Elemente im PreSales Marketing beruhen darauf, dass auch Offline viele wertvolle Kontakte bestehen und je nach Branche und angebotenem Produkt macht es durchaus Sinn, weiter auf klassischen Pfaden zu bleiben.

Deswegen verknüpft PreSales Marketing beides: klassisches Marketing und klassisches Vertriebsvorgehen mit den Möglichkeiten der digitalen Welt. Wenn ein Mailing schlecht angenommen wird, dann lasse ich von meiner Redaktion den Text ändern und kann recht problemlos eine andere Version an meine Newsletterliste verschicken, kann Personen mit wenigen Klicks austragen und so weiter.

Schon in meinem Unternehmen in der Verpackungsbranche habe ich mit kleinen Videos angefangen. Es ist für meine Kunden einfach leichter, wenn sie mich direkt sehen und sprechen hören, während ich etwas über mein Unternehmen oder ein neues Produkt erzähle. Im Internetmarketing ist das im Grunde genommen keine Neuerung, dass Menschen Informationen am liebsten kombiniert aufnehmen, also Bild und Ton verknüpft. Das stellt die perfekte Ergänzung zu vorhandenen Publikationen wie E-Books, Büchern und Hörbüchern dar.

Haben Sie Vorbilder und wenn ja, wer sind Ihre Vorbilder?

Matthias Schranner war meiner erster ganz persönlicher Coach, er hat mich neben Alexander Christiani über weite Strecken begleitet und mich auf dem Weg zum Unternehmer immer wieder ermutigt.

Es gab allerdings auch negative Vorbilder – deren Namen ich jetzt selbstverständlich nicht nennen werde – die mir sehr deutlich vor Augen gebracht haben: So will ich nicht handeln, so will ich als Unternehmer nicht auftreten!

Ihre Karriere als Unternehmer: Welche Fehler haben Sie am meisten vorangebracht?

Mein Erfolg mit PreSales Marketing beruht ja auf meinem größten Fehler: Ich dachte am Anfang meiner Vertriebskarriere, dass ich alles persönlich, mit klassischen Vertriebsmethoden und immer effizienter und effizienter erreichen würde. Der Tag hat aber nun mal nur 24 Stunden und keine 36 Stunden. Nicht Kauf-bereite Kunden werden nicht kaufbereiter, wenn ich Sie pro Woche dreimal anrufe. Ich musste dieses Denken, dass sehr auf Unternehmensbedürfnisse ausgerichtet ist, erst überwinden und mich auf die Kundensichtweise einlassen.

Als Social Networker habe ich auf den verschiedenen sozialen Plattformen natürlich auch die klassischen Fehler begangen, bin zu früh und unerwünscht mit der Türe ins Haus gefallen und so weiter. Aus diesen Fehlern konnte ich aber lernen und selbst erfahren, wie soziale Netzwerke arbeiten und was funktioniert.

[hilight color=”FFFF00″]Tools[/hilight]

Welche 3 Tools/Websites/Blogs/ würden Sie Unternehmern empfehlen, die sie sich auf jeden Fall ansehen sollten?

Natürlich an erster Stelle meinen eigenen Blog, ganz klar! Unter www.presalesmarketing-blog.com finden Sie viele Texte, Beiträge und auch Gastbeiträge von anderen Internet- und Vertriebsgrößen zum Thema PreSales Marketing und Vertriebsanbahnung.

Die Tools von Norbert Kloiber unter http://www.norbert-kloiber.at/ gehören meiner Meinung nach auch zum Handwerkszeug jedes Internet-Vertrieblers. Mit dem Xi-Porter oder dem XiButler hat er Tools geschaffen, die die XING Nutzung wirklich effizient machen.

Als drittes fällt mir noch [??]

Welche Trends sehen Sie im Internetmarketing in den nächsten Jahren?

Das Internet entwickelt sich schnell, da stehen auch viele Entwicklungen an. Mobile Marketing wird zu den großen Feldern der Zukunft gehören. Das Empfehlungsmarketing wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, je mehr Unternehmen sich auf die sozialen Netzwerke stürzen. XING als Basis für Geschäftskontakte wird ebenfalls seine Bedeutung ausweiten – insgesamt wird die Kommunikation mit Kontakten und Kunden direkter und persönlicher werden – denn von Spam haben Sie, ich und alle anderen Internetnutzer wirklich genug. Unternehmen müssen sich gerade im Internetmarketing darauf einstellen, dass die Nutzer von sozialen Plattformen keine Werbung wollen – sondern wertvollen Inhalt, der sie in Ihrer Entscheidungsfindung unterstützt.

Welche 3 Schritte würden Sie einem Jungunternehmer raten, der sich selbständig machen will?

Zunächst: Ziehen Sie Ihr Unternehmen auch wirklich als Unternehmen auf. Das heißt: Registrieren Sie sich ganz offiziell, setzen Sie einen Unternehmensnamen fest, lassen Sie sich ein Corporate Design entwerfen und planen Sie Ihr Unternehmen auch als solches – auch, wenn Sie zu Anfang als Ein-Mann-Unternehmen starten. Es ist meiner Erfahrung nach leichter, später zu schrumpfen als über die geplanten Grenzen hinaus zu wachsen!

Zum zweiten: Machen Sie sich klar, was für Sie individuell Erfolg bedeutet. Das kann ganz unterschiedlich sein, für den einen ist es die finanzielle Unabhängigkeit und für den anderen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wenn Sie für sich selbst den Begriff Erfolg definiert haben, dann arbeiten Sie auch kompromisslos daran. Wenn Sie vor allem viel Umsatz erreichen wollen und das bedeutet, dass Sie eine 60 Stunden Woche haben – dann gehört das eben dazu. Wenn Sie lieber sowohl Beruf als auch Familie unter einen Hut bringen wollen, gehört vielleicht eher der regelmäßige Feierabend und freie Wochenenden dazu.

Zum dritten: Planen Sie jedes Ziel in einfachen Schritten. Lassen Sie sich nicht von der Vielzahl der notwendigen Schritte verunsichern, gehen Sie immer nur einen nach dem anderen an.

Funktioniert Internetmarketing für alle Unternehmer?

Mir ist persönlich noch keine Branche begegnet, die ohne Internetmarketing ausgekommen wäre. Ich würde also sagen: ja, Internetmarketing funktioniert für alle Branchen. Bei Unternehmern ist es etwas anders: Sie müssen Ihr Unternehmen als wirkliches Business angehen, an der Umsetzung der gesteckten Ziele arbeiten und sich sehr genau informieren, wie Sie Ihre Zielpersonen im Internet ansprechen können. Denn nicht alle tummeln sich heutzutage in Facebook, es gibt durchaus Zielpersonen, denen Sie eher in Fachforen begegnen oder auf spezialisierten Blogs.

[hilight color=”FFFF00″]Abschluß – persönliche Ziele: [/hilight] 

Was sind Ihre Erfolgsregeln?

Ich kommuniziere immer ehrlich und direkt. Das stößt manchmal auf erstaunen und Ablehnung bei meinen Gesprächspartnern, aber im Großen und Ganzen fahre ich damit am besten. Ich bin mir selbst treu und gehe wertschätzend mit meinem Gegenüber und mir selbst um. Ich sage beispielsweise auch sehr deutlich, wenn ich merke: „Hier stimmt die Chemie nicht“. Dann gibt es eben keinen Abschluss, das spreche ich dann beim Kunden an und erspare ihm und mir viel Zeit, die sonst unnötig vergeudet würde.

Außerdem gehe ich alle meine Projekte mit Volldampf an. Es liegt mir nicht, mich zurück zu halten oder zögerlich zu sein. Wenn ich mich mit einem Projekt befasse, dann richtig.

Was tun Sie um sich nach einem Arbeitstag zu entspannen?

Das, was alle Menschen tun, nehme ich an. Ich habe eine Familie mit der ich meine Zeit verbringe und genieße immer mal wieder Momente, in denen ich den Computer ausgeschaltet lasse. Solche Auszeiten sind mir sehr wichtig, damit ich den Kopf frei bekomme für das alltägliche Arbeitspensum.

Was sind Ihre beruflichen Ziele im Leben? Dürfen wir uns auf neue Projekte, Kurse oder Dienstleistungen freuen?

Natürlich! Aktuell stellen wir Informationen zusammen, wie sich Unternehmen aufbauen, weiterentwickeln und letztlich mit PreSales Marketing in Umsatzmaschinen umwandeln lassen. Das dauert allerdings noch etwas, denn mein gesammeltes Material aus den vergangenen 15 Jahren ist doch sehr umfangreich.

Das führt mich auch zu meinen beruflichen Zielen: Ich will, noch stärker als bislang, anderen Unternehmer aus dem Vertriebs-Hamsterrad befreien. Ich meine damit die immer gleichen, unbefriedigenden und lästigen Routinearbeiten, die jede Menge Zeit fressen und die Motivation für die eigentlichen Vertriebsaufgaben senken. Diese Befreiung lässt sich ja durch PreSales Marketing erreichen und die Vermittlung dazu erfolgt über persönliche oder telefonische Coachings und beruht auf meinen eigenen von mir zusammengetragenen Informationen.

Autoreninfo

Robert Nabenhauer, geboren 1975 im „Badischen Geniewinkel“ Meßkirch, verfügt über eine breite kaufmännische Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann und Handelsfachwirt. Als jüngster Außendienstler in der Verpackungsbranche konnte er sich schon bald als deutschlandweit umsatzstärkster Verkäufer etablieren. Neben umfangreichen Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Marketing, Menschenführung, Psychologie, Selbstorganisation und Mentalarbeit hat er zusätzlich eine Ausbildung zum lizensierten Tempus-Trainer der Akademie der Tempus GmbH von Prof. Dr. Knoblauch absolviert.

Das für den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens erworbene Know-how macht Robert Nabenhauer zum Experten für Marketing, Kommunikation, Führung und Selbstmanagement. Mit seiner zweiten Firma, der 2010 gegründeten Nabenhauer Consulting GmbH, möchte er diese Kenntnisse nun in Form des PreSales Marketing aktiv weitergeben.

Dejan Novakovic
 

Klicke hier, um einen Kommentar zu hinterlassen 2 Kommentare
Avatar
Thesis 2.0 | Niels Hlawinka - 1. Oktober 2012

Hi Dejan,

tolles Interview!!

Viele Grüße
Niels

Antworten
    Avatar
    Dejan Novakovic - 2. Oktober 2012

    Danke Niels. Freut mich, dass es Dir gefällt.

    Antworten

Hinterlassen Sie eine Antwort